Gemeinde Wüstenrot

Seitenbereiche

  • wechselbild
  • wechselbild
  • wechselbild
  • wechselbild
  • wechselbild

Wüstenrot

Seiteninhalt

Aktuelles aus dem Rathaus

Informationsveranstaltung zum Thema Demenz

Informationsveranstaltung zum Thema Demenz am internationalen Welt-Alzheimertag
Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland haben Demenz, und die Zahl steigt.
Geistig und körperlich fit bis ins hohe Alter, das würden wir uns alle wünschen. Die Realität ist aber oft eine andere. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen neu an Demenz - ungefähr 60 Prozent von ihnen haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Zahlen, die aufgrund der demografischen Veränderungen steigen werden.
Bei einer ersten Informationsveranstaltung waren am Mittwoch, den 21.09.22 über 40 interessierte Teilnehmer im ev. Gemeindehaus in Wüstenrot. Chefarzt Dr. med. Schaub, vom Klinikum am Weissenhof, informierte über die Ursachen, erste Zeichen, Hinweise und Symptome einer beginnenden Demenz. An praktischen Beispielen berichtete er wie Demenzerkrankte den Beginn der Erkrankung erleben und wie Betroffene auf diese Veränderung reagieren können. Woran können Demenzerkrankungen erkannt werden und wie erfolgt die gesicherte Diagnosestellung. Er sprach auch über den Verlauf der Alzheimer Krankheit und welche Auswirkungen dies auf das nähere Umfeld haben kann?
Mit präventiven Maßnahmen, wie z.B. das Gedächtnistraining, könne einer Erkrankung etwas vorbeugt werden. Wichtig ist eine Demenzerkrankungen möglichst frühzeitig zu erkennen, so Schaub. Denn die Früherkennung biete außerdem auch die große Chance, möglicherweise behebbare Ursachen für eine Demenz anzugehen, für die es verschiedene Ursachen geben kann. Oder aber man hat noch Zeit eine Vorsorgevollmacht, eine Patientenverfügung und ein Testament aufzusetzen. Auch in gesundheitlich-pflegerischer Hinsicht könne man dann noch rechtzeitig Weichen stellen.
Da die Versorgung im häuslichen Umfeld eine häufig hohe Belastung für Familien werden kann sind Informationsstellen und ein helfendes, unterstützendes Netzwerk wichtig.
Nach dem sehr informativen Vortrag konnte Dr. Schaub noch einige Fragen wie z.B. „Was kann man vorbeugend tun?“ „Merkt man selbst ob eine Demenzerkrankung sich anbahnt?“ „Was, wenn man selbst keine Hilfe mehr geben kann?“ beantworten.
Die hohe Teilnahme und das große Interesse machen einen Handlungsbedarf deutlich. Wie und in welchem Umfang soll in den kommenden Wochen besprochen werden.
Mit einem ehrenamtlichen Netzwerk unterstützt durch professionelle Dienste soll ein „Demenz Netzwerk Wüstenrot“ mit unterschiedlichen Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfsangeboten entstehen. Aber auch eine erste Anlaufstelle für Informationen zum Thema Demenz wird für wichtig erachtet.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie sich ehrenamtlich im Netzwerk der Gemeinde engagieren möchten bei Monika Binder Tel. 07945.9199-55 oder Andreas Haupt Tel. 07945.9199-21.

Schriftgröße