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Bericht aus dem Gemeinderat
Sitzung vom 07.07.2026
Erweiterung Feuerwehrhaus – Vergaben
Der Gemeinderat vergab die nachfolgenden Gewerke an den jeweils wirtschaftlichsten Bieter:
- Malerarbeiten an die Fa. Seeger aus Waiblingen zum Bruttopreis von 10.239,72 €
- Gipserarbeiten an die Fa. Seeger aus Waiblingen zum Bruttopreis von 21.964,45 €
- Rüttelboden mit Fliesenarbeiten an die Fa. Murschel aus Filderstadt zum Bruttopreis von 67.741,94 €
- PV Anlage an die Fa. Stellrecht aus Obersulm zum Bruttopreis von 27.539,21 €.
Nachdem der Gemeinderat bereits im Januar 2024 beschlossen hatte, das Feuerwehrhauses in Weihenbronn zu erweitern, hatte die Verwaltung das Architekturbüro Kraft & Kraft aus Schwäbisch Hall mit der Planung und Umsetzung des Bauprojektes beauftragt. Geplant ist ein Anbau von insgesamt 5 Fahrzeugboxen in östlicher Richtung sowie die Schaffung weiterer Lagerfläche. In der Sitzung stellte Architekt Thilo Weimert nun die Ergebnisse des 2. Ausschreibungspakets dem Gremium vor. Insgesamt umfasst dieses Ausschreibungspaket eine Gesamtsumme in Höhe von 127.485,32 €, wobei die Ausschreibung für das Gewerk „Außenanlagen“ aufgehoben wurde. Das Gewerk soll in der nächsten Sitzung vergeben werden. Für die gesamte Maßnahme sind Investitionskosten in Höhe von rd. 1,7 Mio. € eingeplant, wobei die Gemeinde Wüstenrot Fördermittel in Höhe von rd. 1.125.000 € beantragt hat. Abschließend informierte Architekt Weimert den Gemeinderat noch darüber, dass die Rohbauarbeiten soweit abgeschlossen sind. Eine Fertigstellung des Bauprojektes ist für Frühjahr 2027 angedacht.
Grundschule Neuhütten – Anbau von Räumen für die Ganztagsbetreuung
Der Gemeinderat stimmte der vorgestellten Planung zum Erweiterungsbau der Grundschule Neuhütten mit einem Anbau für die Ganztagesbetreuung vorbehaltlich der Gewährung von Fördermitteln aus der Schulbauförderung und dem Ausgleichsstock zu.
Aufgrund der vorliegenden Schüleranmeldezahlen für das kommende Schuljahr 2026/2027 wird die Grundschule Neuhütten von der 1. bis zur 4. Klasse komplett zweizügig sein, so dass alle vorhandenen Räume in der Schule als Klassenzimmer benötigt werden. Dies hat zur Folge, dass die Ganztages- bzw. Grundschulbetreuung keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung hat. Daher hatte der Gemeinderat bereits in seiner Sitzung am 21.04.2026 beschlossen, übergangsweise für die Dauer von zwei Jahren Container anzumieten. Mittel- bzw. langfristig ist ein Anbau an das bestehende Schulgebäude in süd-westlicher Richtung geplant. Des Weiteren sollen in diesem Zuge auch Brandschutzmaßnahmen durchgeführt werden. In der Sitzung stellte Architekt Thilo Weimert vom Büro Kraft & Kraft die Planung dem Gremium vor. Die Kostenschätzung beläuft sich dabei auf rd. 1.055.000 €. Für die Realisierung der Maßnahme sollen entsprechende Fördermittel aus der Schulbauförderung sowie dem Ausgleichsstock beantragt werden.
Kinder- und Jugendbereich – Bedarfsplanung und Elternbeiträge
Der Gemeinderat stimmte der fortgeschriebenen Bedarfsplanung 2026 zu. Des Weiteren beschloss er die Neufassung der Gebührenordnung für das kommunale Betreuungsangebot.
Bedarfsplanung: Von Seiten der Verwaltung stellten die fachliche Leitung der Kindergärten, Frau Trabold, und Herr Reinhardt anhand einer Präsentation die fortgeschriebene Bedarfsplanung im Gremium vor. Demnach wurden zum Stichtag 01.03.2026 insgesamt 261 Kinder (Vorjahr 233) im Ü3-Bereich in unseren Kindertageseinrichtungen betreut. Dieser Höchststand an belegten Plätzen im Ü3-Bereich zeigt, dass die Schaffung weiterer Kindergartenplätze durch die Realisierung des Neubaus des Kindergartens Kreuzle und die Einrichtung einer zusätzlichen 4. Gruppe dringend geboten war. Für das kommende Kitajahr haben alle vorgemerkten Kindergartenkinder einen Platz erhalten, bis zum Ende des Kitajahres 2026/2027 gibt es Stand heute noch 19 freie Plätze. Dagegen ging im Krippenbereich zum 01.03.2026 die Zahl der belegten Plätze gegenüber dem Vorjahr von 25 auf 17 zurück, ein weiterer Rückgang auf 12 belegte Plätze ist für das kommende Kitajahr zu erwarten. Aufgrund der vorliegenden Zahlen wurden bzw. werden nachfolgende Schritte sowie Maßnahmen im Rahmen der Bedarfsplanung umgesetzt:
- die beiden Krippen im Heide-Liese-Beck Familienzentrum und in der Bärenbande wurden aufgrund der geringen Belegungszahlen im Mai 2026 zusammengelegt. Aktuell befindet sich die Krippe am Standort in der Jahnstraße, wobei zum neuen Kindergartenjahr ein Umzug in die Bärenbande angedacht ist.
- Angesichts der aktuell sehr niedrigen Anmeldungen im U3-Bereich wird im kommenden Kitajahr im Rahmen einer Elternabfrage geprüft, ob Sharingplätze künftig im Krippenbereich ab dem Kitajahr 2027/2028 angeboten werden sollen.
- Die kommunale Nachmittagsbetreuung zwischen dem Kindergarten Bärenbande und dem Hort an der Georg-Kropp-Schule kann im kommenden Kitajahr wieder aufgelöst werden, da die Bärenbande wieder ausreichend Personal zur Verfügung hat, um die Öffnungszeiten eigenständig abzudecken.
- Da für das kommende Schuljahr für den Hort an der Georg-Kropp-Schule derzeit 90 Anmeldungen vorliegen, wurde eine erweiterte Betriebserlaubnis beim Kommunalverband für Jugend und Soziales beantragt. Geplant ist ab 01.09.2026 eine weitere Gruppe mit 20 Plätzen, so dass dann alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. Der Personalmehrbedarf liegt bei rd. 1,3 Stellen, was zu Personalmehrkosten in Höhe von rd. 75.000 € führt.
Elternbeiträge: Die Verwaltung informierte den Gemeinderat darüber, dass die Empfehlungen der kommunalen und kirchlichen Landesverbände für die kommenden Kindergartenjahre 2026/2027 und 2027/2028 inzwischen vorliegen würden. Sie sehen für die kommenden Kindergartenjahre eine vertretbare und angemessene Erhöhung um pauschal 4,5% bzw. 4,0% vor. Nach wie vor unterliegt der Kindergartenbereich enormen Kostensteigerungen. Auch im Hinblick laufender Ausgleichstock-Förderprojekte ist die Umsetzung der Empfehlungen aus Sicht der Verwaltung dringend geboten. Der Aufwand der Gemeinde Wüstenrot im Kindergartenbereich im Jahr 2025 lag bei 5.016.600 €. Bei Elternbeiträgen in Höhe von 409.844 € lag der Kostendeckungsgrad im Jahr 2025 bei rd. 8,17%. Ein Kindergartenplatz in der Gemeinde Wüstenrot kostet aktuell durchschnittlich mehr als 16.000 € im Jahr. Aufgrund der neuen Empfehlungen würde der monatliche Elternbeitrag für eine Betreuung im Ü3 Bereich von 6 Std./Tag bei einem Kind im Haushalt im kommenden Jahr bei 184 € liegen (Vorjahr: 176 €). Im Ganztagesbereich (10 Std./Tag) ergibt sich eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 13 € auf 305 € pro Monat. Auch im Krippenbereich wurde eine Erhöhung der Beiträge gemäß den vorliegenden Empfehlungen um 4,5% bzw. 4,0% entsprechend übernommen. Bei einer Betreuung von täglich 6 Std. beträgt der Elternbeitrag in der Kleinkindbetreuung demnach 492 €/Monat (bisher: 471 €). Bei einer Ganztagesbetreuung von 10 Std./Tag würde der Beitrag bei 819 €/Monat liegen (bisher: 784 €). Eine Ganztagesbetreuung im Krippenbereich wird allerdings aufgrund der geringen Nachfrage in der Gemeinde Wüstenrot aktuell nicht angeboten. Die Beiträge im Kindergartenbereich enthalten nach wie vor eine Sozialstaffelung. Des Weiteren besteht für finanzschwache Familien die Möglichkeit, die Übernahme der Elternbeiträge bei der wirtschaftlichen Jugendhilfe zu beantragen.
Beitrage für Grundschulbetreuung Neuhütten / Hort Wüstenrot
Für die Grundschulbetreuung Neuhütten bzw. den Hort Wüstenrot wurden zum 01.01.2024 ein neues Gebührensystem in Form von Monatsbeiträgen statt Stundenkarten eingeführt. Die Höhe der Gebühren pro Stunde Betreuung wurde jedoch schon seit vielen Jahren nicht mehr angepasst. Im Vergleich zu anderen Gemeinden sind die Gebühren in der Gemeinde Wüstenrot sehr niedrig, aktuell liegen sie bei 1 € (Hort Wüstenrot) bzw. 1,50€ (GS Neuhütten) pro Stunde Betreuung zuzüglich Ferienbetreuung. Aus der Mitte des Kinder- und Jugendausschusses kam nun der Vorschlag, die Gebühren in zwei Schritten anzuheben, zum neuen Schuljahr auf einheitliche 1,50€/Std. an beiden Schulen und zum Schuljahr 2027/2028 dann auf 2€/Std. Die geplanten Erhöhungen wurden in der Gebührenordnung bei den jeweiligen Betreuungspaketen entsprechend berücksichtigt. Im vergangenen Jahr lag der Aufwand im Bereich der Grundschulbetreuung bei 181.889,57 €. Dem standen Benutzungsgebühren in Höhe von 66.059,50 € gegenüber.
Georg-Kropp-Schule – Aufstockung der Schulsozialarbeit
Der Gemeinderat beschloss, den Stellenumfang der Schulsozialarbeit an der Georg-Kropp-Schule in Wüstenrot ab dem kommenden Schuljahr 2026/2027 von aktuell 1,0 Stellen um 30% auf dann 1,3 Stellen zu erhöhen.
Im Rahmen der letzten Kinder- und Jugendausschusssitzung am 23.06.2026 hat der Schulleiter der Georg-Kropp-Schule, Peter Wetter, den Antrag gestellt, den Stellenumfang der Schulsozialarbeit an der Georg-Kropp-Schule entsprechend auszubauen, zumal der Bedarf an individueller Beratung und Hilfen für die Schüler in den letzten Jahren weiter gestiegen ist. Die Schulsozialarbeit an der Georg-Kropp-Schule wird aktuell von Frau Kobel (80% ab 01.09.26) und Frau Werner (50% ab 01.09.26) übernommen. Für die Schulsozialarbeit sind für das laufende Schuljahr Kosten in Höhe von 121.452,69 € eingeplant. Dem stehen Fördermittel vom Kommunalverband für Jugend und Soziales sowie vom Landkreis Heilbronn in Höhe von zusammen 45.550 € gegenüber. Die Erhöhung des Stellenumfangs verursacht Mehrkosten in Höhe von rd. 25.000 €.
Bekanntgaben
BM Wolf gab bekannt, dass die Gemeinde Wüstenrot inzwischen vom Land Baden-Württemberg den offiziellen Förderbescheid für die Sanierung und Erweiterung des Hochbehälters Stangenberg erhalten hat. Die Förderung beläuft sich dabei auf insgesamt 1,622 Mio. €.
Bürgermeisteramt Wüstenrot
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